Bei "Medio-Brenta UCI 1.2" mit Aufholjagd noch aufs Podest

Im Anflug auf den Sieg, doch am Ende habe ich es etwas verpokert. Aber eines kann ich sagen: Zurückblickend auf das Rennen bin ich mit meiner Leistung und besonders dem Husarenritt im Finale sehr zufrieden.

 

Der Klassiker "Medio-Brenta UCI 1.2" mit dem spektakulären Zieleinlauf in Cittadella führte über 170km und war gespickt mit zahlreichen Bergen. Der schwierigste, ein 15km Anstieg, erwartete uns zu Hälfte des Rennens. Ich konnte ganz vorne mithalten, lediglich eine 5 Mann Gruppe konnte sich etwas von uns absetzen. Nach der Bergwertung rekrutierte ich meine Teamkollegen (die zwei "Übergebliebenen") an die Spitze der Verfolgergruppe (25 Mann) um das Loch zu schließen. Doch das schwere Terrain machte es nicht einfach Boden nach vorne gut zu machen. Bei dem letzten 4km Berg, den es noch zu bewältigen gab bevor es auf die lange Abfahrt ging , setzte ich mich mit vier Fahrern ab. Am Ende der Abfahrt hatten wir noch immer einen Rückstand von 1 Minute 30 Sekundem. Jetzt nahm ich das Zepter selbst in die Hand, attackierte, setzte mich von meinen Fluchtgefährten ab und machte mich alleine auf die Aufholjagd. Innerhalb von 20km schloss ich zu den Spitzenfahrern auf und attackierte sofort. Im Nachhinein gesehen vielleicht ein Fehler, doch in diesem Moment hielt ich es für richtig. Die Attacke war nicht von Erfolg gekrönt und bei der Konterattacke setzten sich zwei Fahrer ab. Auf den letzten zehn Kilometern konnten wir den Minimalabstand nicht mehr schließen und so sprintete ich "nur" auf den dritten Platz. Nach dem Rennen noch verärgert über den verpassten Sieg, überwog doch kurz darauf die Freude über den dritten Platz. Von den 190 gestarteten Fahrern sahen lediglich knapp 40 das Ziel.