Highlighter

Nach Sturz- Rad- und Schuhwechsel noch ein 8.Platz

Das Tempo wurde angezogen und der Abstand schmolz dahin. Als in der zweiten Runde nur mehr weniger als eine Minute nach vorne fehlte, wurde am Anstieg attakiert. Ich schloss mich an und ging mit auf die Aufholjagd. Vom Feld etwas gelöst, passierte es dann: Die Kette sprang aus der Führung. Bei vollem Tempo kam ich aus dem Pedal, rutschte vom Lenker ab, verlor die Kontrolle und steuerte geradewegs auf eine Mauer am linken Seitenrand zu.   Aufprall mit voller Wucht und wieder in die Strassenmitte zurückgeschleudert. Da saß ich nun und alle 170Fahrer fuhren links und rechts bei mir vorbei. Ziemlich peinlich, aber naja was soll ich tun. Trikot und Hose zerissen, linker Schuh kaputt, beide Laufräder zerstört und der ganze linke Arm aufgeschürft. Das letzte Betreuerauto war dann ein grünes- Marchiol, endlich! Schuhwechsel, Radwechsel und "weiter gings". Ein Teamkollege war an meiner Seite und zusammen versuchten wir den Anschluss zu finden. Weit und breit war niemand mehr zu sehn. Doch nach einigen Kilometern, Licht am Horizont: der Konvoi. Bei 20 Autos vorbeigekämpft, wartete am Ende des Feldes  fast all meine Teamkollegen auf mich. Perfekt wurde ich wieder nach vorne geführt. Dann nochmals ein Radwechsel- diesmal meine Rennmaschine (wieder) in top Zustand. Die Fluchtgruppe war bereits gestellt und die Attacken gingen wieder los. In der vorletzten Runde setzte sich am Berg eine rund 30 Mann starke Gruppe ab. Marchiol mit 3 Fahrern vertreten: Leonardi, Nichele und ich. Unser sportlicher Leiter ordnete an, für Leonardi das Tempo hoch zu halten. Bis zum letzten Anstieg (10km vorm Ziel) machten wir die Führungsarbeit. Von hinten konnte keiner mehr aufschliessen und so ging es jetzt in unsere Gruppe um den Sieg. Erstaunlicher Weise konnte ich das Tempo der Favoriten auch noch mitgehn und zog auch noch, Leonardi, den Zielsprint an. Ein toller dritter Platz und ich noch auf Platz acht. Trotz der ganzen Geschehnisse ein super Ergebniss.
Dann ein Tag Pause und gestern noch ein Rennen. Die nichtvorhandenen Knieschmerzen am Montag wurden im Laufe des Rennens (gestern) immer stärker. Passiv mitgerollt, kam ich mit dem Hauptfeld ins Ziel. Leonardi landete auf dem achten Platz.
Jetzt werde ich etwas Ruhe geben und schaun das alles wieder in Ordnung kommt ,um bei den letzten Rennen noch richtig aufzeigen zu können.