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INFERNO DEL NORD

E3 HarelbekeInferno del Nord... jetzt weis ich woher der Name stammt. Meine ersten Erfahrungen in Belgien! Einfach unfassbar, im postiven und negativen Sinne. 

Das gestrige Rennen, der E3 Harelbeke, hatte es wirklich in sich. Von Stürzen geprägt, eine Aufholjagd nach der anderen, doch schlussendlich war ich überglücklich.
Mit Peter Sagen hatten wir einen der großen Favoriten im Peloton und so waren wir natürlich alle zu seinen Diensten. Nach 120km der erste große Crash. Vorne im Feld krachte es gewaltig.

Wo man nur hinschaute lagen Fahrer herum. Die schmale Straße war komplett blockiert. Peters Schaltung war abgebrochen. Um keine Zeit zu verlieren, stellte ihm Alan Marangoni sein Rad zur Verfügung. Somit war Peter in der ersten Gruppe, im Gegensatz zu einigen anderen Favoriten. Ich kam zwar nicht zu Sturz, doch brauchte einiges an Zeit um mich durchzuschlängeln. Endlich wieder in Fahrt, mussten wir gute 30 Sekunden aufholen. Nicht leicht, da vorne schon richtig Dampf gemacht wurde. Beim darauffolgenden Anstieg konnten wir endlich aufschließen.
Oscar Gatto war auch eines der Sturzopfer und musste das Rennen frühzeitig beenden. Marangoni schaffte den Anschluss leider nicht mehr, hatte joch einen riesigen Anteil an dem heutigen Erfolg.
Vorne ging das Rennen richtig los. Kopfsteinpflaster, giftige Anstiege, extrem schmale Straßen und ein Sturz nach dem anderen. Belgien pur!
Wir hielten Peter aus all dem Chaos heraus. Jetzt ging es auch darum, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um ihn wieder zurück auf seine maßgeschneiderte Rennmaschine zu bringen. Kurz vor einem der wichtigsten Anstieg dem "Oude Kwaremont" nutzten wir die etwas breitere Straße für den Radwechsel. Alles verlief ohne Probleme. Dann ging es in die Finale Phase. Leider kam es knapp vor "Oude Kwaremont" zu einem weiteren Sturz. Ich, vom Rad runter, im Querfeldein-Stile über den Acker vorbei und wieder rauf aufs Cannondale Synapse (unsere spezielles Ras für die Klassiker). Mit den letzten Kräften versuchte ich aufzuschließen um Peter zu unterstützen, doch keine Chane. Die einzige Dampflock, die den Anschluss noch schaffte, war ein gewisser Fabian Cancellara. Peter meisterte das Finale mit Klasse. Aus einer vier Mann Spitze gewann er in beeindruckender Manier sein erstes WorldTour Rennen 2014. Einfach unglaublich unser Hulk. In einer abgeschlagen Gruppe, unter anderem mit David Millar, ging es dem Ziel entgegen. Zwar mit etwas Rückstand, aber überglücklich die Ziellinie zu überqueren und dann noch folgendes auf der Anzeigetafel zu lesen:
1.PETER SAGEN- CANNONDALE PRO CYCLING

Zur Feier des Tages wurde beim Abendessen die 6Liter Bierflasche geköpft.
Next race: Sonntag 31.3, Gent- Wevelgem